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    Kerstin Isensee

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    Sabrina Wuttke

    Seit 2015 als Med. Fachangestellte in der Praxis tätig.

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    Jil Neubert

    Seit Juni 2023 als ausgebildete MFA in der Praxis tätig.

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Super User

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Mittwoch, 09 Mai 2007 11:37

Osteoporose

Bei der Osteoporose, die eine Stoffwechselerkrankung des Knochens darstellt, kommst es durch Abbau von Knochenmasse zu einem Stabilitätsverlust, der zu Knochenbrüchen führen kann. Führend dabei sind Oberschenkelhals- und Wirbelbrüche, die nach mehrjährigem Krankheitsverlauf dazu führen, dass ein Drittel der Patienten hilfebedürftig wird. Eine effiziente Vorbeugung ist daher sehr wichtig, da sich eine Behandlung bei bereits bestehenden Knochenbrüchen sehr schwierig gestaltet. Frauen sind von dieser Erkrankung häufiger betroffen als Männer, mehr als ein Drittel aller Frauen über 60 Jahren leidet darunter, bei einer Gesamtzahl von bis zu sieben Millionen Osteoporose-Patienten in Deutschland.

Osteoporose-Risiko
Testen Sie sich selbst!  

 

Wie entsteht Osteoporose?
Knochengewebe, das aus einem Gerüst besteht, in das die Mineralstoffe Kalzium und Phosphat eingelagert werden, befindet sich in einem ständigen Auf-, Ab- und Umbau. Diese Vorgänge werden unter anderem durch verschiedene Hormone reguliert, wobei bis zum 40.Lebensjahr der Knochenaufbau überwiegt. Mit Beginn der Wechseljahre kommt es zu einer Abnahme der Konzentration der Geschlechtshormone, die über ihre Wirkung auf die "Knochenhormone" Calcitonin und Parathormon für eine ausgeglichene Regulation dieser Vorgänge gesorgt haben. Bei der Osteoporose sind diese Regulationsmechanismen gestört. Dünner werdende Knochen und ein Verlust von Festigkeit sind die Folge, die zu schmerzhaften Brüchen und einer Zerstörung der Knochenstruktur führen können.

Ursachen der Osteoporose
Als häufigste Ursache wird der Östrogenmangel bei Frauen nach den Wechseljahren für die Entstehung von Osteoporose verantwortlich gemacht, wohingegen Männer durch den Testosteronmangel nur selten betroffen sind. Mit einer Verzögerung von etwa zehn Jahren nach eingestellter Hormonproduktion kommt es zum ersten Knochenbruch, vor allem sind dabei die Wirbelkörper betroffen. Eine weitere häufige Form der Osteoporose ist die Altersosteoporose, die bei beiden Geschlechtern ab dem 70.Lebensjahr auftritt. Sie ist zurückzuführen auf eine jahrelange Mangelernährung mit Kalzium und Vitamin D und zu wenig Bewegung. Hierbei ist dann häufig der Oberschenkelhals als erstes von einem Bruch betroffen.
Osteoporose wird durch Umstände begünstigt, die einen stabilen Knochenaufbau bis zum 40. Lebensjahr verhindern.

Die größten Risikofaktoren:

  • Spätes Einsetzen der ersten Regel, früher Beginn der Wechseljahre oder eine Entfernung der Eierstöcke in jungen Jahren bewirken eine verkürzte Dauer der schützenden Hormonproduktion.
  • Ungenügende Bewegung fördert den Knochenabbau.
  • Überhöhter Kaffeekonsum, zu viel Phosphat, übertriebene Diäten und Missbrauch von Abführmitteln bewirken eine Unterversorgung mit Kalzium und Vitamin D.
  • Schlanke Menschen sind häufiger betroffen als Fülligere.
  • In der Diskussion sind auch genetische Faktoren, die eine Häufung von Osteoporose innerhalb einer Familie bewirken können.

 Aber auch andere Erkrankungen und Medikamente können osteoporotische Beschwerden verursachen:

  • Eine gesteigerte Kortisonproduktion im Körper oder eine Langzeittherapie mit Kortisonpräparaten bewirken einen Knochenabbau, da Kortison ein Gegenspieler der Geschlechtshormone ist. Die isolierte Inhalation von Kortison im Rahmen einer Asthma-Behandlung schadet jedoch nicht!
  • Eine zu hohe Konzentration an Schilddrüsenhormonen bei Schilddrüsenüberfunktion bewirkt einen gesteigerten Stoffwechsel, der den Knochenabbau beschleunigen kann.
  • Langjährige Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, wie z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse, aber auch Magersucht oder bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B. Lactose-Intoleranz) bewirken eine verminderte Aufnahme von Kalzium und Vitamin D.
  • Chronische Nierenerkrankungen, wie die Nierenschwäche bei Diabetes, führen zu einer vermehrten Ausscheidung von Kalzium, so dass der notwendige Kalziumspiegel nur durch einen vermehrten Abbau aus dem Knochen aufrecht erhalten werden kann.
  • Alkohol und Rauchen begünstigen einen vorzeitigen Knochenverlust.

Welche Beschwerden treten bei Osteoporose auf?
Zunächst sind die Beschwerden nur unspezifisch und gering ausgeprägt, häufiger treten Rückenschmerzen auf. Typisch für die fortgeschrittene Osteoporose sind dann die so genannten Spontanfrakturen, also Knochenbrüche ohne oder aus nichtigem Anlass heraus, in deren Folge es zu starken Schmerzen, Fehlstellungen und Muskelverspannungen kommen kann.

Wie behandelt man eine Osteoporose?
Wichtig ist das Erkennen eines erhöhten Osteoporose-Risikos und eine frühzeitige Behandlung, bevor der erste Knochenbruch entsteht, da es nur schwer möglich ist, eine einmal reduzierte Knochenmasse wieder aufzubauen. Ziel ist es demnach, ein verschobenes Gleichgewicht zwischen Knochenauf- und Knochenabbau wiederherzustellen und dadurch Knochenbrüche gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Behandlung erfolgt mit Medikamenten, physikalischer Therapie und spezieller Therapie bei Brüchen.

Wie kann man einer Osteoporose vorbeugen?

  • Sollten Sie mehrere Risikofaktoren für eine Osteoporose haben, kann für Sie eine vorbeugende Therapie mit Medikament nötig sein - bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt!
  • Regelmäßige Bewegung beugt Knochenabbau vor!
  • Gestalten Sie Ihre Ernährung kalziumreich mit Milchprodukten und sorgen Sie für eine genügende Aufnahme von Vitamin D, das reichlich in Fisch, Eiern und Milch enthalten ist!
  • Benutzen Sie fluoridiertes Speisesalz!
  • Schränken Sie den übermäßigen Genuss phosphathaltiger Lebensmittel ein (Fleisch, Wurst, Schmelzkäse, Softdrinks)! Sie erkennen Sie an den Nummern E 338-341 und E 450 in den Lebensmittelzusatzstoff-Listen.
  • Vermeiden Sie das Rauchen und reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum!

Eine effiziente Vorbeugung oder Behandlung der Osteoporose wirkt in der Mehrzahl der Fälle sowohl der Entstehung als auch dem Voranschreiten der Erkrankung sowie Komplikationen entgegen!

Mittwoch, 09 Mai 2007 11:36

Krebsvorsorge

Eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung, deren Kosten auch von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen wird, ist von immenser Bedeutung im Kampf gegen Krebs. Melden Sie sich jetzt bei unserem Recall-System an, und wir informieren Sie automatisch über Ihren nächsten Vorsorgetermin!

Das gynäkologische Krebsfrüherkennungs-Programm umfasst:

  • vom Beginn des 20. Lebensjahres an
    • gezielte Anamnese (Vorgeschichte)
    • Untersuchung des äußeren und inneren Genitales
    • Entnahme von Untersuchungsmaterial von der Portio-Oberfläche und aus dem Zervikalkanal
  • vom Beginn des 30. Lebensjahres an zusätzlich
    • Inspektion und Untersuchung der Brust
    • Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust
    • Anamnese zu Hautveränderungen
    • Enddarmabtastung
  • vom Beginn des 50. Lebensjahres an zusätzlich
    • jährlicher Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl
  • nach Vollendung des 55. Lebensjahres
    • entweder alle zwei Jahre Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl
    • oder eine Darmspiegelung (zweite Darmspiegelung zehn Jahre nach der ersten Untersuchung)

Zudem sollten Sie regelmäßig einmal im Monat eine Selbstabtastung der Brust durchführen, deren Anleitung sie dazu hier finden. Diese Selbstuntersuchung stellt natürlich keinen Ersatz für eine ärztliche Krebsvorsorge dar, sie kann aber einen Hinweis auf das Vorliegen einer Erkrankung bieten.

Mittwoch, 09 Mai 2007 11:36

Impfberatung

Impfungen gehören nach wie vor zu den wichtigsten vorbeugenden medizinischen Maßnahmen. Leider ist in Deutschland zunehmend eine Impf-Müdigkeit wahrzunehmen, die darauf zurückzuführen ist, dass die Eltern von Kindern im Impfalter die Risiken der Infektionskrankheiten aus eigenem Erleben nicht mehr kennen und daher die Gefahr eines ungenügenden Impfschutzes unterschätzen.
Zudem besteht in Deutschland keine Impfpflicht, so dass viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene nur unzureichend geschützt sind bei einer gleichzeitigen neuerlichen Zunahme von Infektionskrankheiten.
Die Impfempfehlungen für Menschen in den unterschiedlichen Altersstufen werden in regelmäßigen Abständen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Institutes herausgegeben. In unserer zertifizierten Impfpraxis werden Sie nach den jeweils aktuellsten Vorgaben der STIKO beraten und geimpft. Routinemäßig beginnt man bereits im Säuglingsalter mit den Impfungen.

Im Alter von drei bis vier Monaten sind vorgesehen:

  • Diphtherie
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Tetanus
  • Poliomyelits (Kinderlähmung)
  • Haemophilus influenzae Typ B (HIB)
  • Hepatitis B
  • Masern, Mumps, Röteln

Für Erwachsene sind folgende Impfungen bzw. Auffrischimpfungen vorgesehen:

  • Cholera Leistung IgeL
  • Diphtherie
  • Gelbfieber Leistung IgeL
  • Grippe
  • Hirnhautentzündung – Meningokokken-Meningitis
  • Kinderlähmung (Poliomyelitis)
  • Leberentzündung Hepatitis A / Hepatitis B Leistung IgeL
  • Lungenentzündung (Pneumokokken)
  • Malaria Leistung IgeL
  • Röteln
  • Tollwut Leistung IgeL
  • Typhus abdominalis (Bauchtyphus) / exanthematicus (Fleckfieber) Leistung IgeL
  • Windpocken (Varizellen)
  • Wundstarrkrampf (Tetanus)
  • Zeckenbiss-Krankheit (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis – FSME) Leistung IgeL

In der Regel werden die Kosten der öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen von den Krankenkassen übernommen, nicht jedoch die Reiseimpfungen.
Von besonderer Bedeutung ist ein ausreichender Impfschutz auch, wenn Sie eine Schwangerschaft planen, da Infektionen auch auf das Kind im Mutterleib übertragen werden können. Lassen Sie daher Ihren Impfpass bei uns überprüfen, damit notwendige Impfungen oder Auffrischungen rechtzeitig durchgeführt werden können.

Mittwoch, 09 Mai 2007 11:36

Schwangerschaftsvorsorge

Durch die permanente Verbesserung der Überwachungsmöglichkeiten des Babys im Mutterleib gewinnt die Schwangerschaftsvorsorge zunehmend an Bedeutung.
Die erste Kontrolluntersuchung sollte daher erfolgen, sobald eine Frau ihre Schwangerschaft festgestellt hat. Dieser Termin umfasst neben einer umfangreichen Befragung und einer gründlichen Untersuchung das Anlegen eines Mutterpasses, der der vollständigen Dokumentation der Schwangerschaft dient.

 

Ihre Schwangerschafts-Untersuchungen
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Anzahl und Umfang der weiteren Vorsorgeuntersuchungen, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, bestimmen die Mutterschaftsrichtlinien. Nach dem derzeitigen Schema sollten die ärztlichen Untersuchungen in folgen Abständen erfolgen:

  • bis zur 32. Schwangerschaftswoche alle 4 Wochen
  • ab der 32. Schwangerschaftswoche alle 2 Wochen
  • ab der 41. Schwangerschaftswoche jeden 2. Tag
  • ab 10-12 Tage nach dem errechneten Geburtstermin stationäre Aufnahme

Diese engmaschige Kontrolle dient der Früherkennung und konsequenten Behandlung eventueller Komplikationen. Dementsprechend können Untersuchungen bei komplizierten Verläufen oder Risikoschwangerschaften auch häufiger erfolgen.

Zudem gibt es die Möglichkeit, weitere diagnostische Tests durchzuführen, die – obwohl wissenschaftlich abgesichert – teilweise keine Kassenleistung sind. Dazu gehören:

  • Glucose-Screening in der 24.-28. Schwangerschaftswoche, dem sich bei Auffälligkeiten ein OGTT (oraler Glucose-Toleranz-Test) anschließen sollte. Diese Tests können Hinweise auf die Entstehung einer Schwangerschafts-Diabetes geben.
  • Abstrich auf Streptokokken Leistung IgeL
  • Pränatale Diagnostik Leistung IgeL Nackentransparenz-Screening, Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie je nach Abwägung des genetischen Risikos.
  • Toxoplasmose Screening u.a.


Ultraschalluntersuchungen bei Schwangeren ab Jan. 2021

Die Mutterschaftsrichtlinien schreiben in der Schwangerschaft drei routinemäßig durchzuführende Ultraschalluntersuchungen vor.
Bei jeder dieser Untersuchungen soll der Arzt besondere Fragen klären, die im Mutterpass dokumentiert werden.
Nur bei besonderen und definierten Problemen oder Risiken werden weiterführende, zusätzliche Ultraschalluntersuchungen von der Krankenkasse übernommen,
wenn sie der Klärung einer medizinischen Fragestellung oder der Terminbestimmung dienen.

Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen des Feten ("Babyfernsehen") auf Wunsch der werdenden Eltern sind laut aktualisierter Strahlenschutzverordnung ab Januar 2021 verboten! Es dürfen ausschließlich Ultraschalluntersuchungen vorgenommen werden, die medizinisch nötig/sinnvoll sind.

Mittwoch, 09 Mai 2007 11:35

Untersuchungen laut Mutterpass

Hier finden Sie Informationen zu gängigen Schwangerschafts-Untersuchungen.

Schwangerschaftstest
Ist es zu einer Befruchtung zwischen Eizelle und Samenzelle gekommen, nistet sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut ein, während der Mutterkuchen beginnt, das schwangerschaftserhaltende Hormon HCG (Human Chorion Gonadotropin) zu produzieren. HCG kommt im Körper einer gesunden Frau ausschließlich während der Schwangerschaft vor, sodass ein Nachweis dieses Hormons mit einer Schwangerschaft gleichzusetzen ist. Im Blut ist es bereits sechs bis neun Tage, im Urin erst rund 14 Tage nach der Befruchtung nachweisbar. Der Schwangerschaftstest misst den HCG-Spiegel.

Blutgruppenzugehörigkeit, Antikörper-Suchtest
Blutgruppe und Rhesusfaktor (Rh) werden bei jeder Schwangeren festgestellt. Wenn Ihr Rhesusfaktor negativ ist und der des Vaters positiv, kann es möglicherweise zu einer Blutgruppenunverträglichkeit kommen, da das Baby den positiven Rhesusfaktor geerbt haben kann. Kommt es dann zu einem Blutaustausch zwischen Mutter und Kind, würde die Mutter Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das kindliche Blut entwickeln. Es können Komplikationen für das Kind auftreten, meist jedoch erst in der nächsten Schwangerschaft. Um diesem Fall vozubeugen, erhalten Sie in der 28. bis 30. Woche eine Anti-D-Globulin Spritze. In dieser Schwangerschaft kann somit nichts passieren.
Außerdem führt der Arzt in so einem Fall zu Beginn der Schwangerschaft und in der 24. bis 27. Schwangerschaftswoche einen Antikörper-Suchtest durch, um festzustellen, ob Sie bereits Antikörper entwickelt haben.

Röteln-HAH-Test
Routinemäßig wird überprüft, ob Sie genügend Antigene gegen Röteln im Blut haben. Ein ausgezählter "Rötelntiter" von mehr als 1:32 bedeutet, daß ein ausreichender Schutz vorhanden ist und Immunität gegen die Krankheit besteht. Ist der Titer kleiner, wird der Test im Lauf der Schwangerschaft wiederholt, um eine mögliche Röteln-Infektion auszuschließen. Denn eine Infektion kann das ungeborene Kind vor allem in den ersten 12 Schwangerschaftswochen erheblich schädigen oder zu einer Frühgeburt führen. Impfungen gegen Röteln sind nur vor der Schwangerschaft möglich.

LSR (Lues-Suchreaktion)
Lues Tests (Untersuchung auf Syphilis) sind üblich, weil Erkrankungen oft unbemerkt bleiben und sich von der Mutter auf das Kind übertragen können. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, kann das Kind vor der Ansteckung geschützt werden. Im Mutterpaß wird nicht das Ergebnis der Untersuchung festgehalten, sondern nur, daß sie durchgeführt wurde.

HIV (Aids)
Das HIV-Virus kann während der Schwangerschaft oder auch während der Geburt auf das Kind übertragen werden. Deshalb kann ein HIV-Test während der Schwangerschaft durchgeführt werden. Wie bei der LSR (Lues-Suchreaktion) wird nur die Durchführung, nicht aber das Ergebnis des Tests im Mutterpaß festgehalten.

Toxoplasmose
Toxoplasmose ist für Nichtschwangere eine harmlose Infektion. Bei massivem Befall in der Schwangerschaft kann sie zu Früh- oder Totgeburten führen, in jedem Fall ist eine Übertragung auf das Ungeborene möglich. Eine Infektion kann durch rohes oder nur kurz durchgebratenes Fleisch oder durch eine Katze erfolgen. Diese scheidet Toxoplasma gondii-Stadien aus. Eine Übertragung ist z.B. beim Reinigen der Katzentoilette oder durch Gemüse.

Erst-Trimester-Screening
Es wird zwischen der 11. und 13. SSW durchgeführt und ist eine Methode, bei der durch Kombination einer Ultraschallmessung und Blutuntersuchungen das Risiko berechnet wird, ob das Kind einen Chromosomendefekt (Fehler der Erbanlagen) haben könnte. Zeigt der Test ein hohes  Risiko, muss zur Sicherung der Diagnose eine Fruchtwasserpunktion angeschlossen werden.

Fruchtwasserpunktion (Amniozentese)
Die Amniozentese, die nur in bestimmten Situationen durchgeführt werden muss, wird üblicherweise zwischen der 16. und 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Dabei wird mit einer dünnen Nadel die Fruchthöhle punktiert (angestochen) und ca. 12-15 ml Fruchtwasser abgesaugt. Das entnommene Fruchtwasser bildet sich in kurzer Zeit wieder neu. Die Punktion erfolgt unter Ultraschallkontrolle, so dass eine Verletzung des Kindes heute nicht mehr vorkommen sollte. Das Risiko einer Fehlgeburt nach Amniozentese beträgt höchstens 0,5% (1 auf 200) und muss gegen das individuelle Risiko einer Erbgutstörung beim Kind abgewogen werden.
Nach der Punktion sollten Sie sich 24 Stunden schonen. Leichtes, menstruationsähnliches Ziehen und leichte Blutungen aus der Scheide können vorkommen.

Mittwoch, 09 Mai 2007 11:35

Hormonberatung

Eine sogenannte hormonelle Dysbalance kann zu vielfältigen Störungen des Wohlbefindens, des Hautzustandes und der normalen Abläufe des weiblichen Zyklus führen. Hier kann eine Hormonanalyse Leistung IgeL  Aufschluss geben.

Folgende Hormone der Frau sind für uns von Bedeutung:

  • GnRH
    Hormon des Zwischenhirns, steuert die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Ist nicht im Blut messbar.
  • FSH und LH
    Hormone der Hypophyse, steuern die Eierstöcke. Eine Erhöhung des FSH zu Zyklusbeginn zeigt ein Nachlassen der Eierstockfunktion an. LH steigt in Zyklusmitte plötzlich an und löst den Eisprung aus.
  • Östrogen
    Haupt-Geschlechtshormon der Frau, wird im wachsenden Eibläschen (Follikel) im Eierstock produziert.
  • Progesteron
    Hormon der zweiten Zyklushälfte, wird im Gelbkörper (Überbleibsel des Eibläschens nach dem Eisprung) des Eierstocks produziert.
  • Prolaktin
    Steuert die Produktion der Muttermilch in Schwangerschaft und Stillzeit. Ausserhalb der Schwangerschaft ist ein Zuviel an Prolaktin schädlich und hemmt den Eisprung. Prolaktin ist ein ausgesprochen stressabhängiges Hormon.
  • Testosteron
    Männliches Geschlechtshormon, welches in kleinen Mengen auch bei der Frau vorhanden ist. Zuviel davon führt zu vermehrtem Haarwuchs, unreiner Haut oder sogar Vermännlichung, zuwenig unter Umständen zu fehlendem sexuellem Verlangen.
  • TSH
    Anderes Hormon der Hypophyse, welches die Schilddrüsenfunktion steuert. Selbst eine subtile, unmerkliche Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse kann den Menstruationszyklus und den Eisprung stören.
  • DHEAS
    Ein Hormonvorläufer, der bei Mann und Frau unterschiedlich verstoffwechselt wird und aktivitätssteigernde Wirkung hat.

Ebenso von Bedeutung ist die Hormonanalyse bei Wechseljahrsbeschwerden und in der Männersprechstunde Leistung IgeL : Mangelzustände der männlichen Geschlechtshormone, die zu nachlassender Leistungsfähigkeit führen, können so erkannt und im weiteren behandelt werden.

Mittwoch, 09 Mai 2007 11:35

Präventologie

Die Präventologie Leistung IgeL befasst sich mit allen medizinischen Maßnahmen, die unsere Alterungsprozesse verzögern oder aufhalten können, bzw. ein gesundes, fittes Altwerden ermöglichen. Grundlage dafür sind eine frühe Erkennung, Vorbeugung und Normalisierung altersbezogener Veränderungen.
Umsetzung von präventologischen Programmen bewirkt eine höhere Lebensqualität mit verlängerter Lebenserwartung und kann bei Frauen und Männern gleichermaßen angewandt werden. Eine präventologische Beratung muss als Sonder-Sprechstunde nachgefragt und gebucht werden.

Zum Spektrum gehören:

  • Ausgewogene Ernährung (Reich an Vitaminen und Mineralien)
  • Bewegung (Vernünftige körperliche Aktivitäten)
  • Mentale Balance (Stressreduktion, Stärkung der mentalen Kraft, Verhinderung altersbedingter Depressionen)
  • Supplementierung (Vitamine, Nahrungsergänzungsstoffe)
  • Hormonersatz (Gezielter Ausgleich der mit zunehmendem Alter nachlassenden Hormonproduktion)
  • Gen-Chip Diagnostik
  • Verjüngung des Aussehens (Faltenreduktion, Hautstraffung, etc.)

So können Sie u.a. vorbeugen gegen:

  • Erschöpfungszustände
  • Schlafstörungen
  • Blutdrucksteigerung
  • Gereiztheit
  • Konzentrationsschwäche
  • Depressionen
  • Infektanfälligkeit
  • Osteoporose
  • Muskel- / Gelenk- / Rückenschmerzen
  • Diabetes
  • Nachlassende Gedächtnisleistung
  • Abnahme der Libido
Mittwoch, 09 Mai 2007 11:35

IGeL

Die Kosten für individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) dürfen nicht zu Lasten Ihrer Krankenkasse erbracht werden und müssen deshalb von Ihnen selbst bzw. Ihrer privaten Krankenversicherung auf der Basis der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) übernommen werden. Diese haben wir für Sie mite dem IGeL-Symbol  gekennzeichnet.

Dazu gehören unter anderem:

  • Hormonspiegelbestimmung bei Wechseljahrsbeschwerden
  • Schwangerschaftstest, zusätzliche Untersuchungen in der Schwangerschaft
  • HIV-Test
  • immunologischer Stuhltest auf verborgenes Blut im Stuhl
  • Test auf Blasenkrebs
  • Vaginalultraschall auf Wunsch
  • Abstriche u.a. HPV, Thin Prep
  • Verhütung, z.B. Spiralen (IUP), Hormonspirale, Hormonstäbchen
  • Reiseimpfungen
  • Eigenbluttherapie
  • Aufbauspritzen
  • Präventologische Beratung
  • Covid-19 Antikörper-Test
Mittwoch, 09 Mai 2007 11:35

Sonografie / Ultraschall

Was ist eine Ultraschall-Untersuchung?
Die Ultraschall-Untersuchung ist ein Verfahren zur bildlichen Darstellung verschiedener Körperregionen mit Hilfe von Ultraschallwellen.

Wie läuft eine Ultraschall-Untersuchung ab?
Die Organe des kleinen Beckens werden mit einer zarten, nicht schmerzenden Vaginalsonde durch die Scheide geschallt. In der Schwangerschaft wird anfangs auch von vaginal, später über die Bauchdecken geschallt. Dazu wird Gel auf die Haut aufgetragen. Durch Bewegung des Schallkopfes kann man dann das Kind mit seinen Organan und auch die Organe der Mutter darstellen.

Ultraschall der inneren Organe
Der Ultraschall der inneren Organe dient zur verbesserten Untersuchung von nicht tastbaren Veränderungen der inneren Geschlechtsorgane. So können evtl. Schleimhautveränderungen der Gebärmutter, nicht tastbare Tumoren und Eierstockzysten entdeckt werden. Diese können mittels Ultraschall früher nachgewiesen werden als mit der einfachen Abtastung.

Ultraschallkontrolle einer Spirale
Eine nicht korrekt liegende Spirale vermindert die Zuverlässigkeit dieser Verhütungsmethode. Regelmäßige Kontrollen verringern das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft.

Dopplersonographie
Mit diesem Ultraschallverfahren kann man die Blutversorgung des Fötus untersuchen. Der Dopplerultraschall macht den Blutfluß von den Gefäßen der Mutter zur Plazenta und im Körper des Fötus sichtbar. Aufgrund der Blutmenge und der Fließgeschwindigkeit kann man feststellen, ob das Kind ausreichend versorgt wird.

Mittwoch, 09 Mai 2007 11:34

Sterilitätsberatung

Wenn bei einem Paar mit Kinderwunsch nach 1-2 Jahren keine spontane Schwangerschaft eingetreten ist, sollte als erstes der Zyklus mit Hilfe von Ultraschall überwacht werden. Dadurch lässt sich feststellen, ob der Eisprung zum optimalen Zeitpunkt stattfindet, oder – wenn das nicht der Fall ist – ob die Eireifung durch eine Hormonbehandlung gefördert werden muss. Der Geschlechtsverkehr sollte dann an einem bestimmten, durch Ultraschall festgelegten, Zeitpunkt erfolgen.

Führt dieses Verfahren nicht zum Erfolg, können die folgenden Methoden angewandt werden:

  • IUI (Intrauterine Insemination)
    Diese Methode wird in der Regel nach erfolgloser Erstbehandlung angewendet. Voraussetzung dafür sind ein oder zwei funktionstüchtige Eileiter.
  • IVF (In vitro Fertilisation = künstliche Befruchtung)
    Das ist die Methode der Wahl bei Eileiterproblemen (beiderseits entfernte oder verschlossene, nicht funktionstüchtige Eileiter). Die gewonnenen Eizellen werden im Labor mit den Spermien des Mannes vereinigt. Wenn eine Befruchtung und Teilung der Eizellen stattgefunden hat, werden diese 2 - 3 Tage nach der Punktion in die Gebärmutter transferiert.
  • ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion)
    Hierbei handelt es sich um ein zusätzliches labortechnisches Verfahren im Rahmen eines IVF-Versuches. Unter dem Mikroskop wird eine Spermienzelle direkt in die Eizelle injiziert. Dadurch können v.a. männliche Fertilitätsstörungen behandelt werden, z.B. wenn die Spermien nicht in der Lage sind, die Eizellhüllen zu durchdringen, oder wenn von vorne herein zu wenig geeignete Spermien auffindbar sind.
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